![]() | 26. Januar 2012 Wüstenblüte Wie fange ich an? Ich widme Ihr diese Zeilen! Ihr und mir, und Allen, die in unsere Liebe verstrickt sind. Gestern habe ich Ihr schweren Herzens "die Tür gewiesen", sie zurück in ihre Wüste geschickt. Dorthin, wo sie ihre Entscheidungen trifft. Ich habe ihre Tränen weggeküsst und meine eigene innere Wüste unter den brennenden Fusssohlen gespürt. Mögen uns sämtliche Wesenheiten aller Ebenen helfen, dass unser Gang zu der gemeinsamen Quelle führt, die wir in den paar Tagen unseres Zusammenseins ahnen durften. Ich wünsch mir aus tiefstem Herzen, dass ich sie bald schon dort begrüssen darf. Dann werden wir gemeinsam die Wüste erblühen lassen und wunderschöne Gärten anlegen. Die Luft wird erfüllt sein vom Summen der Insekten, von Vogelgezwitscher und dem Lachen all derer, die uns dort finden mögen. Unser einfaches Zelt wird jedem offen stehen, der Einlass begehrt und duftender Tee und frische Früchte werden auf ihn warten. Am Tage wird es vor glühender Hitze schützen und in der Nacht unter den blinkenden Sternen der Kälte Einhalt gebieten. Der Stoff für dieses unser Zelt wird schon seit Anbeginn der Zeit gewoben. In ihm sind kostbarste Fäden verwoben, die alleine so fragil sind, dass sie beim blossen Ansehen, ja schon beim daran Denken ins Nichts zerfallen würden. Von diesen Fäden und den Knoten, die sie verbinden, möchte ich hier berichten. Jetzt, da meine Herz schwer ist und sehnsüchig nach ihr ruft - und umso lauter, wennn sie ganz den Weg zu mir gefunden hat. Wie ich ihn zu ihr. Denn gerade als ich diese Zeilen schreibe, kommt mir in den Sinn, dass die Wegweiser unter meinem Firmament teilweise noch in Richtungen zeigen, die höchstens zu einer Fata Morgana führen. Mich und sie. Also mache auch ich mich auf den Weg, ihr entgegen und richte die Pfeile neu aus. damit Amor´s Pfeil unsere Herzen so trifft, dass sie zwar für alle Zeiten verbunden sind, doch jedes auch noch frei für sich schlagen kann und mag. Nur so lebt Liebe und wir lieben das Leben. Auch wenn uns auf dem Weg durch die Wüste lange Stunden des Umherirrens fast den letzten Mut raubten, so haben wir es doch bis hierher geschafft. Wir litten Hunger und Durst und unsere ausgedörrte Seele wagte oft nicht einmal mehr zu hoffen. Skorpione liessen ihren Stachel auf uns niederfahren und Klapperschlangen drohten. Wir stehen hier und wissen, dass die Wüste schön sein kann. Wir sind überzeugt, dass sie noch schöner wird, wenn wir sie mit unseren bunten, hellen und dunklen Träumen bepflanzen, sie mit Tränen bewässern. Und immer öfter werden es Freudentränen sein. Denn Sie, mein Abbild der Göttin schaut mit mir voller Ehrfurcht den Nachthimmel. Ein Meer mit Myriaden von glitzernden Sternen. Ein jeder davon ist die Wohnstatt einer Verheissung; bereit, dem gepflanzten Traum sein Blinken zu schenken, auf dass er freudig tiefe Wurzeln treibe und schon bald die grünen Triebe neugierig und lebenshungrig in den Tag hinein wachsen dürfen. Durchgehalten Urgewalten ohn Erkalten noch ein Stück Etwas hecheln kleines Lächeln Zwischenschwächeln überbrück Wurzelsehnen Seelendehnen Tränen wähnen neues Glück |
![]() | 26. Januar 2012 mitreissend, wer ebenso tief fühlen kann.... das Wandeln durch die Wüste - nur auf den ersten Blick erscheint es einsam. Doch nie wirklich bist Du allein. Dein Fühlen, Dein Sehnen, Deine Begierden, Dein Verlangen - sie alle begleiten Dich durch den trockenen Wüstensand. Sind Labsal der ausgedörrten Seele auf dem Weg zum unbekannten Ziel. Lys |
![]() | 26. Januar 2012 das ist sehr schön und beweist wieder einmal eindrucksvoll: die Wüste lebt!!! |
![]() | 26. Januar 2012 Je Lebensfeindlicher die Umgebung, desto schöner und wertvoller das Leben das dort siedelt |
![]() | 26. Januar 2012 Einfach wunderbar |
![]() | 26. Januar 2012 Danke ihr Lieben! Es ist erst der Anfang (vom ersten Kapitel) meiner jippiehyeah mittlerweile realen Liebesgeschichte! Ich hatte keine andere Möglichkeit, ihr meine Gefühle auf den üblichen Wegen zu zeigen, da alle überwacht waren. So blieben nur diese Geschichten auf meiner Webseite (die sie allerdings auch nicht lesen konnte, da ihr Internet nicht funktionierte). |
![]() | 26. Januar 2012 Ich wünsche Dir, lieber Olaf, dass die Wüstenblume blüht und Du Dich ihrer erfreuen kannst. Pflege sie gut! Rhabia |
![]() | 26. Januar 2012 Eine wunderschöne Hymne an eine vielversprechende Liebe, voller Sehnsucht und Hoffnung, Kraft und Zuversicht. Viel Glück! |
![]() | 27. Januar 2012 berührende ... ... und wunderschöne Liebesgeschichte! |
![]() | 27. Januar 2012 wie ein Bild von Rousseau! |
![]() | 27. Januar 2012 Wüstenblüte 2 Noch wandere ich viel zu oft alleine durch das finstere Tal. Immer wieder kurz kann ich sie spüren, ihre Nähe ahnen, doch schon all zu bald müssen meine Sinne sich eingestehen, dass sie nur noch ihrer so überwältigenden Erinnerung nachhängen und das ersehnte Subjekt der Begierde außer Reichweite ist. "Geduld", sagt die Sicherheit, "mit jedem Schritt kommst Du der Vereinigung näher." "Kopf hoch, nur so kannst Du die Zeichen früg genug erkennen," meint die Tapferkeit, "wir haben schon manches Hindernis überwunden und erlittene Blessuren sind verheilt." "Endlich ist hier mal was los!" klatscht der Eigensinn in die Hände. "Aber pass auf, dass Du nicht im Dunkeln...." fleht die Angst. "Feigling, du bist schon viel länger in der Wüste unterwegs als sie." ruft dier Stolz zusammen mit dem Selbstwert. "Sie muss sich vorsehen! Sie braucht viel mehr Mut ihren Weg zu gehen als Du!" "Kinners! Jetzt aber mal halblang hier!" stöhnt der Überblick. " Wenn wir uns streiten, kommen wir nur langsamer weiter und unser Aufmerksamkeit sinkt. Ich schlage vor: Wandlung nimmt sich Angst und Höhenflug und erkundet mit ihnen das Terrain. Weitsicht steigt mit Hoffnung und Wunsch auf einen Baum und bestimmt die Richtung. Eigensinn und Humor halten Wache, dass Aufgabe und Rückzug uns nicht mehr überfallen können. Idee und Ausdauer bändigen Frustraton und Zorn. Diese würden uns entweder aufgeben oder in die Irre führen. Herzlichkeit sucht mit Freundlichkeit nach weiteren Weggefährten. Wir wären um den richtigen Riecher und die Ausgewogenheit sehr dankbar. Stimmt! Rücksicht weckt bitte die Dankbarkeit. "Und was ist mit uns?" nörgeln Leichtsinn und Neugier und Lust, "wir haben die Göttin doch schliesslich aufgerissen!" "Unerträglich!" schnaubt die Moral. "Jetzt halt den Schnabel" fahren ihr Gerechtigkeit und Spiritualität dazwischen." Du hast uns die Wüste eingebrockt und bist andauernd nur am Bremsen. Ausserdem bist Du die beste Freundin von Eifersucht und die hält unsere Göttin gefangen, wann und wo es nur geht" Der Überblick seufzt. "Alle werden jetzt gebraucht! Wenn ihr so einen Lärm macht, kann ich den unbedingten Willen nicht verstehen und der rote Faden geht auch verloren. Haltet euch bereit, jeder bekommt genau dort, wo er das Beste herausholen kann, seine Chance sich zu beweisen! Schließlich ist es wohl unser aller dringlichstes Ziel, Sie zu finden und ihr lebenslange Freude zu sein! Deshalb Schluss jetzt mit dem Palaver und Brüderchen Schlaf herbei gerufen. Traumweben hat Nachdienst und streckt seine sensiblen Fühler aus. Dass mir keiner den Engelschor unterbricht! Wir haben jede Stärkung nötig. Deckt euch gut zu und spürt sie noch einmal, dass Traumweben uns zu ihr führen kann. Gute Nacht!" Als alle die Augen zu haben und der gleichmässige Atem schon in den ein oder anderen Schnarcher übergeht, lächelt Erinnern, bevor es auch entschwindet. Es hieß, die wundervolle Göttin schnarche auch........................ |
![]() | 27. Januar 2012 Und wieder! So leicht und so zärtlich und gescheit. Ein Text der mir beim Lesen die Seele liebkost. Bin total gespannt, in welcher Form die Reise weitergeht... |
![]() | 27. Januar 2012 erinnert an die zärtlichkeit erich frieds |
![]() | 27. Januar 2012 ... begeistert! Liebevoll und bewegend! |
![]() | 28. Januar 2012 Freut mich sehr, dass es euch berührt! |