![]() | 24. Januar 2012 Ist der Platz noch frei? Ist der Platz noch frei?" Er war mittelgroß, schwarze Haare und lässig gekleidet. Ein stilisiertes Sonnen-Tattoo zierte seinen Handrücken. Meine Frau und ich waren gerade beim Studieren der Speisekarte. Unser Lieblingslokal war wieder mal ziemlich voll und wir waren froh unseren Stammplatz ergattert zu haben. So richtig sicher waren wir nicht, ob wir wirklich noch einen Unbekannten an unserm Tisch wollten. - Aber man muss auch schauen, dass der Lieblingswirt ausreichend Umsatz macht, demzufolge nickten wir gnädig. Er war neu in der Stadt, kam aus einem kleinen Provinznest und war gerade dabei seine Wohnung herzurichten, und er war neugierig was man hier unternehmen könnte ... Aber er war nicht nur neugierig sondern auch sehr unterhaltsam, witzig, charmant und er flirtete ungeniert. Ich mag meine Frau und ich verstehe daher vollkommen dass man gerne mit ihr flirtet, was mich doch ein wenig irritierte, war, dass er mich in das Spiel mit einbezog. Am Ende unseres gemeinsamen Mittagessen war natürlich klar, dass wir uns für einen ausgiebigen Nachtstadtbummel wieder sehen würden. "Er ist mir sehr sympathisch" meinte meine Frau danach, - "Offensichtlich du ihm auch!" kam meine Antwort, offensichtlich eine Spur zu schnell. Lächelnd sah sie mich von der Seite an: " Das er dich aber auch sehr sympathisch findet ist dir aber wohl entgangen?" Ich versuchte das Ganze ein wenig zu überspielen, aber meine Frau lachte nur, "Red doch nicht dumm rum, der fährt auf uns beide gemeinsam ab und ich find das ziemlich sexy.." Freitag Abend war eine erfolgreicher Abend, gemeinsames Abendessen in einem echten "Beisel", ein Barbummel gekoppelt mit Sehenswürdigkeiten bei Nacht und ein kleiner Spätimbiss beim Koreaner. Soweit die Dramaturgie, dazwischen das Spiel mit Blicken, anzüglichen Bemerkungen, gegenseitige Komplimenten und mehr oder wenig versteckten zufälligen Berührungen. Wir waren fröhlich, ausgelassen und erotisiert ... Irgendwann kommt dann der berühmte Moment, was nun, wie geht´s weiter. Und ich war nicht überrascht, dass meine Frau die Initiative ergriff. Wir standen bereits vor dem Lokal, als sie in ihrer sehr unverblümten Art und Weise die Entscheidung traf und zwar in der Weise, dass es wie eine klare Feststellung klang. "Wir gehen zu uns, ich glaube ich brauche heute zwei sehr folgsame Männer" Er und ich sahen uns an und es war klar wir würden folgsam sein. " Wir nehmen ein Taxi. Ich sitze vorne und ihr sitzt gemeinsam hinten und werdet intensiv Zärtlichkeiten austauschen..." Aufgaben sind nun mal zu erfüllen und nicht zu hinterfragen. Es war schon sehr, sehr lange her, dass ich einen Mann geküsst habe und mit Garantie noch nie in der Öffentlichkeit, und ein Taxifahrer der seinen Blick mehr im Rückspiegel hat als auf der Strasse vor sich, ist mit Garantie so was wie Öffentlichkeit. Mir lief es heiß und kalt über den Rücken - Erotisiert und aufgegeilt einerseits und ängstlich anderseits weil mich ja vielleicht jemand sehen könnte, der mich kennt vom Strassenrand, an der Kreuzung und überhaupt ... ... Eine heiße Mischung aus Geil und Panik, bei der man nie weiss was von beiden die Ursache für´s schnelle Herzklopfen ist ... Zuhause angekommen wurde der Pegel der Erregung vorerst heruntergefahren - Wir spielten "Einfinden am Ort", - Small Talk über Bilder und Bücher, ein Glas Weisswein - bis sich meine Frau zu ihm beugte, ihn küsste und mit den Fingern ihrer freien Hand zärtlich über seine Brustwarzen strich, und fester strich und sie leise zu zwirbeln begann ... ... Sein lustvolles Stöhnen stieg mit der Stärke der Liebkosung! Sie flüsterte ihm einige Worte ins Ohr und er nickte mit blitzenden Augen, langsam begann Sie Ihn zu entkleiden, Ich sass noch immer auf meinem Fauteuil mit einem Glas Wein in der Hand und genoss das Bild. Nackt lag er am Sofa, von meiner Frau gestreichelt und geküsst, ein schöner Mensch in Erregung, sein Penis hart und pulsierend, seine Haut geöffnet verströmte den Duft der Leidenschaft. Sie nimmt ihn und mich an der Hand und wir drei gehen in unser Schlafzimmer, ... ... Sie drückt ihn auf unser Bett, nackt und willfährig, sie öffnet unsere Spielkiste und holt ihre Seile hervor, sieht ihn fragend an, er nickt ... ... ich stehe noch immer vor dem Bett, erregt neugierig und fasziniert ... ... Sie beginnt ihn zu binden, es ist wie ein Tanz und Sie führt, die Baumwollseile umschlingen seinen Körper, seine Hände an sich gepresst umschließt ihn das Netz ... ... Ich liebe diesen Tanz und es ist das erste Mal, dass ich die Arbeit meiner Frau als Zuseher mitbekommen, ich nähere mich, streichle die Seile und seine Haut, meine Lippen nähern sich seinen, ein langer, langer gefühlvoller Kuss... ein zweiter für Sie ... ... Sie beginnt auch mich zu entkleiden, langsam und auch meine Brustwarzen bekommen ihren Anteil an liebevoller Züchtigung, ich muss mich nackt ans Bettende knien, zischen seinen Beinen, die noch über die Bettkante hinausragen, seine Beine umschließen meine Hüfte, seine Füße und mein Oberkörper werden zusammengebunden, das Seil wird dabei zwischen meinen Beinen durchgezogen, sodass ich mich noch immer gut bewegen kann, aber nicht entkommen. Zwei Männer zu einem Objekt der Lust verbunden, meine Hände sind noch frei, ich beginne seine Brustwarzen zu massieren, und zu zwirbeln, sein Penis vibriert, ich kann mich über ihn beugen und meine Lippen nähern sich seiner Eichel, umschließen sie langsam, ein Feuerwerk der Geilheit durchfährt mich, ich lassen seinen Schwanz soweit und so tief wie möglich in meinem Mund verschwinden, meine Zunge massiert Schaft und Spitze, ... ... ich höre sein Stöhnen und das Stöhnen meiner Frau die uns beobachtet. Sie steht hinter uns. Ich sauge an ihm, Speichel und seine Lusttropfen vermischen sich, salziger Geschmack der Lust, der durch meine Kehle rinnt, ihre Hand greift zwischen meine Beine und beginnt meine Hoden, meinen Schwanz zu massieren. Sie achtet auf seinen Rhythmus, seine Bewegungen seiner Hüften und stellt meine Massage darauf ein, Sie kennt mich gut, sie weiss was zu machen ist, damit ich nicht zu früh explodiere, … ... Seine Hüftbewegungen werden gleichmäßiger, meine Lippen, mein Mund, sein Schwanz stimmen den Rhythmus aufeinander ab, ich rieche ihn, ich schmecke ihn, ich höre ihn ... ... ich rieche sie, ich spüre sie ich höre sie … … es pulsiert, er verströmt sich in meinem Mund salzig-bitterer, heißer Strom der Lust, Geilheit fließt durch meine Kehle, ihre Hand bringt mich zum Explodieren ... ... Entbunden werden wir, jeder bekommt einen Platz zum Knien, am Ende des Bettes, Handgelenke an die Fussfesseln gebunden knien wir aufrecht und erschöpft, sie vor uns im Bett, entkleidet sich, langsam und gekonnt, Nackt wie wir lehnt sie sich zurück, spreizt ihre Beine, ihre rotlackierten wunderschönen Füsse suchen unsere erschöpften Schwänze und sanft beginnt Sie sie zu massieren, ihre Hände wandern zwischen ihre Beine, öffnet sich, nass und glühende, pulsierende Perle in feuchten schweren Blättern, ihre Finger beginnen zu spielen … |
![]() | 24. Januar 2012 Wundervoll... ...geschrieben! Wie soll ich jetzt bloß den Tag überstehen? Das einzige, was mich noch interessiert hätte: was passierte im Taxi? Wie reagierte der Taxifahrer? Aber wie gesagt, ich bin trotzdem begeistert! LG und einen schönen Tag Dark |
![]() | 24. Januar 2012 Tja... was soll man dazu sagen? Alles, was die Geschichte erotisch hätte werden lassen können Soweit die Dramaturgie, dazwischen das Spiel mit Blicken, anzüglichen Bemerkungen, gegenseitige Komplimenten und mehr oder wenig versteckten zufälligen Berührungen. Wir waren fröhlich, ausgelassen und erotisiert ... Wird mit zwei lapidaren Sätzchen in schlechter Grammatik lieblos und nebenbei abgetan.Soweit die Dramaturgie. Danach kommt leider wieder die übliche Abhandlung von diversen sexuellen Handlungen. Könnte theoretisch auch beschrieben werden, wie man ein Ikea-Regal aufgebaut hat. Dem wäre vielleicht ein wenig Gefühl zu entlocken. Auf jeden Fall wäre es eine ähnlich schweißtreibende Angelegenheit, die immerhin einen Schluß hätte, nämlich dass das Regal steht. |
![]() | 24. Januar 2012 es sind die immer wieder kehrenen Schlüsselworte, die mich hindern, einzutauchen. Schwanz, gleichmäßiger Rhythmus, Explodieren, heißer Strom der Lust und bei formulierungen wie: nass und glühende, pulsierende Perle habe ich einen Austernteller vor meinem geistigen Auge Kleine Belanglosigkeiten wie in 2 Sätzen saß / sitze werde ich hier gar nicht erst aufführen. Aber primär ist es die Art und Weise, da hat Rhabia Recht. Das Vermögen, einen Spannungsbogen mit einer Art Gefühlsbrücke zu schlagen wird abgewatscht. Die Sätze beginnen mit: .. Sie drückt ... Sie beginnt ... ich stehe ... Sie beginnt ... ich höre Ich sauge an ihm .... ich rieche sie, (Bestes Beispiel. Und wie riecht sie?) Eine Geschichte, die, wäre sie zumindest packend und "verborgen" geschrieben, zumindest in der Konfiguration ungewöhnlich ist. Aber wie immer gleiten fas talle "erotischen" Geschichten in eine Bedienungsanleitung ab. Tom, der sich wirklich wünschen würde, einmal das Gegenteil schreiben zu dürfen |
![]() | 24. Januar 2012 Tom, dann schreibe doch mal das Gegenteil! Das Resultat würde mich interessieren. |
![]() | 24. Januar 2012 In der Tat habe ich das eine Zeit lang versucht. Und den Mist, den ich verzapft habe, habe ich gelöscht und weggeworfen Eine erotische Geschichte funktioniert nur, wenn sich der Sex im Kopf des Leser abspielt. Ich habe einmal vor langer Zeit versucht, das zu schreiben. Kurzgeschichten: Lektionen in Demut Das ist so ziemlich die Einzige "erotische" Geschichte, die ich nicht gelöscht habe Tom |
![]() | 24. Januar 2012 Ja, das hat Spannung! Das nimmt einen mit. Ich konnte mich auch ohne die Neigung zu teilen, darauf einlassen. |
![]() | 24. Januar 2012 Oh Ghostface, ich kann Rhabia nur zustimmen ... |
![]() | 24. Januar 2012 Oh je das ist doch uralt ++schäm++ Tom |
![]() | 24. Januar 2012 Das spielt doch keine Rolle, ob alt oder nicht. Ich kannte die Geschichte noch nicht und freue mich, sie jetzt gelesen zu haben. |
![]() | 24. Januar 2012 das ist doch uralt ++schäm++ ...und trotzdem kann ich sie immer wieder lesen.... WOW Danke Ghostface |
![]() | 24. Januar 2012 Quatsch mit Soße, ich kannte die Geschichte auch noch nicht - - also kein Grund zum |
![]() | 24. Januar 2012 @Rhabia Ich stimme Dir zu, was diese zwei Sätze betrifft. Mir ging durch den Kopf:"Komisch, da öffnet sich der Autor eine Tür und knallt sie dann mit Gewalt und schlechten Formulierungen wieder zu..." |