![]() | 30. März 2011 Zur Kritik in der Kurzgeschichtengruppe Ich möchte eine Auseinandersetzung über Kritik in der Gruppe anstoßen und lege als Ausgangspunkt den geschlossenen Thread "Für dominante Damen und devote Herren" des gerade aus der Gruppe ausgetretenen Schreibers >zeitungsmann71< zugrunde. Dabei hoffe ich, daß dieser Thread nach der Sperrung nicht auch komplett gelöscht wird. Ebenso hoffe ich, an dieser Auseinandersetzung auch persönlich teilnehmen zu können, da mir eben von einem Moderator mitgeteilt wurde, daß er sich bei den Gruppengründern für meinen Ausschluss einsetzen wolle. Auch, wenn der Gedanke naheliegen mag: Ich bin hierbei nicht daran interessiert, jemand Bestimmtes an den Karren zu fahren, sondern möchte, daß der Vorgang im genannten Thread zu einer Debatte führt, die in eine möglichst gemeinsam befürwortete Art und Weise des Umgangs und der Streitkultur mündet. kamm |
![]() | 30. März 2011 Ich denke, dazu passt dieser Thread sehr gut. Da hatten wir das Thema auch schon: Kurzgeschichten: Mangelnde Resonanz auf Geschriebenes |
![]() | 30. März 2011 Stimmt. Wegen meiner könnte dieser Ansatz dort als Weiterführung angehängt werden ...? |
![]() | 31. März 2011 Ähem... ich hab mich wohl etwas falsch ausgedrückt. Ich wollte eigentlich vermitteln: Kuckst Du da - wir haben dort dieses Thema schon zur Genüge ausdiskutiert. Womit Dein Anliegen hier überflüssig ist. |
![]() | 31. März 2011 Ich habe die Geschichte gelesen. Es hat mich nicht im Geringsten angetörnt. Obwohl es zugegebenermaßen hart ist, beim ersten Posting gleich so viele deutliche Kritik zu bekommen, muss ich mich dieser inhaltlich anschließen. Auch und obwohl ich eher der "Soft"kritisierer bin. Nur die Ballung, die Menge war etwas unglücklich. Scheinbar ist es selbst am Bildschirm ähnlich unerträglich, im ungünstigen Rampenlicht zu stehen. Es ist vielleicht aber auch etwas vermessen sich gleich auf dieses schwerste aller Genres zu wagen und zu denken, dass man das gut kann. Für mich in etwa so, wie wenn ich gerade vom Dreirad aufs Fahrrad umgestiegen bin und dann gleich mit einer Fireblade an einem Motorradrennen teilnehmen will. Das geht bis auf ganz ganz ganz wenige Ausnahmen übelst schief. Es wirkt auch auf mich bei solchen pornografischen Beschreibungen ähnlich, wie bei jungen Männern, die sich verständlicherweise noch etwas ungeschickt an und in der Frau anstellen, aber vor ihren Kumpels den Superliebhaber markieren müssen. Da gehen Anspruch und wirkliches Können schmerzhaft bis peinlich viel zu weit auseinander. Doch so hat das niemand geschrieben. Würde ich als Reaktion auf kein Werk so posten, schon gar nicht auf ein Erstlingswerk. Das hat in obengenanntem Thread auch niemand getan. Es war durchweg ehrliche und auch konstruktive Kritik. Wenn man es anerkennen mag, sehr viele Zeilen gegebene Mühe. Die schreibt man nicht, um jemand abzukanzeln. Ich habe hier schon so manche ähnlich unsinnlich beschriebene Situation gelesen und "Schwamm drüber" geschwiegen. War aber irgendwie ein mieses Gefühl. Wie Feigheit. Es ist für mich selbst viel schlimmer, wenn niemnd etwas auf einen Beitrag von mir postet. Da s ist mies, weil ich dann nicht einmal einen Anhaltspunkt habe, warum ich , bzw. mein Beitrag es nicht wert sind, eine Reaktion zu erhalten. In einigen ähnlichen Fällen in der Vergangenheit schwang etwas zwischen den Zeilen mit, das dann auch trotz der Kritik zu einem fruchtbaren Austausch geführt hat. Der wiederum hat sich deutlich angenehm in den Folgebeiträgen niedergeschlagen. Ich für mich habe diesmal nichts gespürt, bei dem ich den Drang hatte, in einen Prozess zu gehen. Und so wie ich nicht überall hineinpasse und dann wieder gehe, gehen ( auch ohne solche Kritik) die Pornoerotikschreiber meist recht schnell wieder aus der Gruppe, weil sie nur wenig Resonanz bekommen. So wie ich das Recht habe mir die Gruppen, in denen ich mich engagiere nach meinem ganz persönlichen G auszusuchen, hat die Gruppe auch das Recht dies mit ihren Mitgliedern zu tun. Hier passiert das über die Unverträglichkeit oder Bereitschaft der Auseinandersetzung mit der Kritik der Gruppe am Einzelnen. Geht da etwas, kommt ihm die Gruppe auch entgegen, Wenn nicht, dann halt nicht. Nicht weiter schlimm, doch eben unkompatibel. Vorschläge waren schon immer willkommen - auf Vorschriften reagieren wir auch etwas empfindlicher. Harte emotionale Worte dürfen es auch sein, doch keine persönlich verletzenden Formulierungen unter der Gürtellinie. Für mich wären als Neuling die ein Grund gewesen, die Gruppe zu verlassen. Nicht die Kritik vorher. Für Dich, Kamm, als relativen Neuling hätte ich es angeraten gefunden, erst einmal eine Weile die Kritikkultur hier zu beobachten und selbst irgendwann in den sauren Apfel zu beissen und eher unangenehmere Kritik zu äußern, das der Adressat etwas damit anfangen kann. |
![]() | 31. März 2011 In diesem Falle... Ich stimme Olaf mit seiner ausführlichen Erklärung vollkommen zu. So habe ich mich auch diesmal der Kritik enthalten. "Rein-Und-Raus" kann ich besser, als dort beschrieben. Ich weiß, dass ich mich immer öfters auf der Seite der "Nicht-Resonanzler" bewege, was einerseits mangelnder Zeit und andererseits einem Desinteresse an verschiedenen Genres geschuldet ist. Dies ist auch nicht die gewünschte Resonanz für die Autoren. Aber was bleibt, wenn man von einer Geschichte nicht überzeugt ist? Entweder die offene, aber ehrliche, Kritik, oder ruhig bleiben. Jeder, der sich in Diskussionsthreats mit Geschichten präsentiert, muss davon ausgehen, auch Resonanz zu bekommen. Und ich bin der Meinung, dass gerade die Kurzgeschichtengruppe fair und offen miteinander umgeht und kritisiert. Nur leider wird die offene Kritik zu oft falsch verstanden, was wiederum entweder das Ego kränkt, oder zu Missverständnissen führt. So sehe ich keinen Grund zu Änderung des Kritikverhaltens dieser Gruppe. Bernd |
![]() | 31. März 2011 Das hatten wir doch schon alles. Und der (wieder mal!) neue Nick ändert nichts daran, lieber Kamm. Und so schließe ich mich meinen VorrednerInnen an und meine, das muss nun wahrlich nicht mehr diskutiert werden. (Der Antaghar) |
![]() | 31. März 2011 Ich bin sicher befangen, was Kritik in der Kurzgeschichtengruppe betrifft, da ich auf mehr als einen kritischen Vorgang hier zurückblicke, in welchem ich mit meiner Sichtweise durchaus krude abgewiesen wurde, ohne daß inhaltlich auf meine Beiträge Bezug genommen worden wäre. (Ich bin seit März 2009 mit kleinen Unterbrechungen Mitglied dieser Gruppe und trug vormals die nicks >interzone< bzw. >somamann<.) Ich kenne also die Art und Weise, in der hier Kritik kultiviert wurde und wird bzw. meine persönliche, grundlegende Kritik behandelt wird. Dabei komme ich gleich auf einen Punkt im Thread "Für dominante Damen und devote Herren", den ich zunächst klären will: Ich hatte Ghostface unterstellt, sich hier vornehmlich selbst textreich darzustellen. Dafür entschuldige ich mich bei ihm; das war ein unangemessener, persönlicher Angriff, zu dem ich mich nicht hätte hinreißen lassen sollen. Olove und Ravenfox thematisieren Kritik unter dem Motto „Hart, aber fair“, und das wäre auch kein schlechtes Motto, gegen das ich mich gar nicht wendete. Mir wird vorgeworfen, ich plädierte für den lobhudelnden Beifall zu Geschichten, die diesen gar nicht verdienten. Das ist kein haltbarer Vorwurf; meine Äußerungen im zeitungsmann-Thread haben das Thema Respekt und angemessener Ton. Beides ist für mich verpflichtend, nicht nur, wenn es sich um neue Mitglieder handelt, aber da ganz besonders. Die Art, in der Biker und Ghostface auf zeitungsmann reagieren, ist eher wie eine Ohrfeige für ein Kind, das gerade vom Dreirad gefallen ist – um das Bild von olove zu benutzen. zeitungsmann hat ebensowenig wie andere, denen es hier mit ihrem ersten Versuch ähnlich ging, auch nur im Ansatz das Bild eines Aufreißers gegeben, der vom Dreirad auf ein Bike sich schwingt, um großspurig so zu tun, als könne er mit den Großen fahren. Dabei geht es mir wie gesagt nicht darum, diesen ersten Versuch in den Himmel zu loben; es kann aber auch nicht darum gehen, jemandem bei seinem Anfangsversuch statt eines begrüßenden Wortes seine Unerfahrenheit regelrecht ins Gesicht zu schlagen. Das sofort und immer wieder bemühte Argument, die Geschichte habe nicht angetörnt, ist ausgesprochen fragwürdig. Denn gerade das Antörnende sei ja, wie ebenfalls immer wieder angeführt, die äußerst seltene Qualität eines erotischen Textes. Es macht doch keinen Sinn, einem Anfänger vorzuhalten, er beherrsche die Königsdiziplin nicht! Übrigens gibt die Tatsache, daß ich hier mit meinem dritten Nick unterwegs bin, offenbar zu allerlei unsinnigen Deutungen Anlass. Ich bitte, sich auf den Inhalt meiner Äußerungen zu beziehen. |
![]() | 31. März 2011 Nochmal: Das haben wir alles schon lang und breit und rauf und runter diskutiert. Und im Prinzip stimme ich Dir zu, wenn auch mit einer Einschränkung. Wer schreibt, möge viel Freude daran haben und es meinetwegen seiner Tante und seinem Onkel zeigen, die ihn auch loben werden, wenn es grottenschlecht ist. Oder in der Schublade lassen. Hier ist Öffentlichkeit, wenn auch begrenzt - vergleichbar mit der Literaturgruppe in der VHS (oder wo auch immer). Sobald ich mich an die Öffentlichkeit wage, bin ich Lob und Kritik ausgesetzt. Ich fand die kritischen Anmerkungen zu der Zeitungsmann-Story keineswegs zu hart oder unsachlich, sondern durchaus höflich. Es wurde erst ein unsäglicher Thread, als auch Du, lieber Kamm, aus meiner Sicht persönlich wurdest (und das war überflüssig wie ein Kropf). Wer solche Kritik nicht verträgt, möge bitte nicht an die Öffentlichkeit gehen und hier wegbleiben. Ich kann nicht von jedem erwarten, dass Kritik nur unter genauer Berücksichtung der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg geäußert wird. Und so darf auch eine Äußerung wie "Das törnt mich nicht an" sein, denn es ist schlicht und ergreifend nur eine Äußerung des subjektiven Geschmacks des Schreibers. Und wer die Äußerung von Meinungen (also nicht von objektiven Kriterien! - da stimme icDir zu) unterbinden will, der will anderen einen Maulkorb umhängen nach dem Motto: "Kritik ja, aber bitte nur mit Zuckerwatte! Es könnte sonst ja weh tun!" Und sorry, da mach ich nicht mit! (Der Antaghar) |
![]() | 31. März 2011 Dann bleib doch einfach weg. Es ist ja nicht weiter schlimm. Ich möchte nur, daß meine Beiträge gelesen werden, bevor darauf reagiert wird. Wo will ich denn jemandem einen Maulkorb aufbinden? Wo? Ich finde es gut, daß du dich beteiligst; gerade weil du hier einen exzellenten Ruf genießt. Aber tu das doch bitte auch mit einer angemessenen Genauigkeit. Ich finde es sehr wohl wichtig, daß darüber diskutiert wird, und ich finde nicht, daß bereits erschöpfend diskutiert wurde. Wenn es um Polyamorie geht, bist du schließlich auch bereit, jedem Neuling zuvorkommend und ausgesprochen höflich zu erklären, worum es dir geht. |
![]() | 31. März 2011 Das bin ich auch hier. Ich hab nur Verständnis für andere, die eben nicht immer so freundlich und geduldig reagieren wie ich. Und den Maulkorb hab ich bereits präzisiert: einen Maulkorb umhängen nach dem Motto: "Kritik ja, aber bitte nur mit Zuckerwatte! Es könnte sonst ja weh tun!" Und den willst Du uns hier wirklich umhängen! Weißt Du, ich bin nun wirklich seit vielen Jahren ein gestandener Autor mit unzähligen Erfolgen. Die meisten meiner Bücher standen lange Zeit in der Bestsellerliste des SPIEGEL, und ich hab weiltweit viele Millionen Bücher verkauft. Doch alle diese Erfolge bewahren mich nicht vor einem wichtigen Punkt: Auch mir tut Kritik weh! Na und? Das muss ich eben aushalten können. Und weil meine Bücher häufig umstritten und heiß diskutiert sind, kommt da oft genug Kritik, die sogar weit unter der Gürtellinie ist (meist wohl aus Neid). Das tut weh, das ist sogar oft persönlich - aber wenn ich das nicht aushalten will, darf ich nicht veröffentlichen! Und ich sag bzw- schreib hier nichts anderes als: Wenn ich veröffentliche, muss ich eben auch mal was aushalten können und kann nicht erwarten, dass ich nur mit Samthandschuhen angefasst werde. Dass Kritik höflich, fair und mit einem gewissen Respekt vorgebracht werden sollte, ist selbstverständlich. Aber meines Erachtens war das gegenüber dem Zeitungsmann so - ich hab da nichts Verächtliches oder Niedermachendes gelesen! (Der Antaghar) |
![]() | 31. März 2011 Und ich habe es gelesen. Es ist leicht, das nachzuweisen, aber bevor es daran ginge, sollte sich herausstellen, daß es überhaupt sinnvoll ist. Solange Beiträge wie z.B. deiner von eben nicht auch von anderen kritisch gesehen werden - was das Maulkorbthema angeht - ist es sinnlos, daß ich hier weiter argumentiere. Stehe ich weiterhin ohne inhaltliche Unterstützung hier, werde ich selbstredend wieder verstummen. |
![]() | 31. März 2011 Ich schließe mich in dieser Sache Antaghars Standpunkt an. Konstruktive Kritik muss auch scharfe Kanten haben (dürfen), wenn es Not tut. Das trägt zum persönlichen Reifeprozess des Autors bei und schärft seine Fähigkeit. Mein Votum: Thread wegen akuter Überflüssigkeit schließen. Gruß, Bedou |
![]() | 31. März 2011 Im Interesse meiner Argumentation bitte ich darum, noch einige Tage damit zu warten. Vielleicht kommt ja noch was. |
![]() | 31. März 2011 überflüssig? Ja, gewiss für die, die schon länger in der Gruppe sind. Nein, für die, die erst seit Kurzem dabei sind - wie für den Schreiber, der jetzt leider nicht mehr mitliest. Wie auch in anderen Schreibergruppen gibt es die Neuen, die einfach drauflos schreiben und posten, weil sie schon lange drauf gewartet haben, endlich mal Leser und Lob zu finden. Leider haben sie vor das Schreiben nicht das Lesen gesetzt! Bevor ich einen Text schreibe, sollte ich Vorbilder haben, an denen ich mich orientiere und meine Texte messe. Und ich sollte gelesen haben, was es in der Gruppe schon gibt. Und wie dort Texte geschrieben und kommentiert werden. Das würde vor manchem "Fehler" bewahren und Enttäuschungen/Missverständnisse verhindern. |