Frau Bifis Oma ... kleine weise Frau

Immer, wenn ich zu Hause war, besuchte ich auch meine Oma. Meine Oma war nicht wohlhabend aber das wenige dass sie…

17. Oktober 2010
Frau Bifis Oma ... kleine weise Frau

Immer, wenn ich zu Hause war, besuchte ich auch meine Oma.
Meine Oma war nicht wohlhabend aber das wenige dass sie hatte, reichte ihr um ein zufriedenes Leben zu führen.

Ich liebte diese alte, weise Frau. Sie war klein und zierlich, wirkte zerbrechlich.
Ihr Gesicht war von Falten gezeichnet aber voller Leben und in jeder dieser unendlich vielen Falten, unwiderruflich in ihr Gesicht eingebrannt, verbarg sich ein Erlebnis. Jede Falte hatte ihre eigene Geschichte.
Trotz der Falten strahlte sie Güte und Wärme aus, wie es wohl nur eine Oma kann. Sie verwöhnte mich von vorn bis hinten, ich erhielt nie Verhaltensregeln, bekam keine Verbote.
Und sie gab mir das größte Geschenk, dass sich ein Mensch in meiner Situation wünschen konnte, Vertrauen.
Meine Oma war damit nicht nur meine beste Freundin, sondern auch sicherste Tresor der Welt. Ich erzählte ihr alle Geheimnisse konnte ihr jede Frage stellen und erhielt ihren Rat ohne Vorschriften, ohne Regeln.
Aber sie war auch kritisch. Sie bemerkte die Änderungen an meinem Körper und sprach diese auch an.
Sie machte mich bei jedem Besuch auf meine fehlende Fraulichkeit aufmerksam.
Ich konnte mit dieser Aussage nicht viel anfangen. Ich hatte einen durchtrainierten Körper, Kräftige Oberschenkel die mir Schnelligkeit und Sprungkraft gaben, muskulöse Arme mit denen ich Speer und Kugel das Fürchten lehren konnte und ich brauchte mir noch nicht ein Mal die Brust verkleinern lassen.

Wie bei jedem Besuch begrüßte ich das Haus meiner Oma mit einem lauten Doppelpfiff und wie bei jedem Besuch öffnete sich die Tür just in dem Augenblick, als ich den Hof betrat.
Meine kleine Oma nahm mich in die Arme. Ich hob sie an, drückte sie fest an mich und wirbelte mit ihr im Kreis herum um sie dann vorsichtig wie eine leicht zerbrechliche Vase abzusetzen.
Als sie wieder festen Boden unter sich hatte kam jedes Mal der gleich unvergessliche Spruch:
„Marion, du kleiner Pieron.“
Ich fand nie Gelegenheit sie nach der Bedeutung zu fragen, ich weiß es bis heute nicht, es war einfach nur vertraulich, gewohnt und schön.
Wir strahlten uns kurz an, dann zeigten ihre von Gicht gekrümmten Finger auf die Haustür.
Auf dem Weg zum Haus kam dann der strafende Satz:
„Marion, dir fehlt jegliche Fraulichkeit.“
Ich lachte, hatte ich doch diesen Satz bereits erwartet.
Ich war stolz auf meinen Körper, war stolz auf meine Muskeln und sah diesen Spruch als Kompliment für meine hart erarbeitete Figur an.
„Oma, sieh Mal.“
Mein kleines vom Alter gedrücktes Persönchen drehte sich zu mir um.
Ich pumpte mich auf, spielte mit meinen Muskeln und poste für sie in verschiedenen Stellungen.
Heute lachte sie nicht so wie sonst und drehte sich einfach um.
Ich brach mein Posen ab, ein wenig traurig und folgte ihr, was hatte sie, was bedrückte sie?
„Was hast du. Oma“?
Ich nahm sie auf wie eine Feder und trug sie ein paar Meter. Doch auch das konnte kein Lächeln auf ihrem faltigen Gesicht erzeugen.
„Deine Stimme ist ja wieder tiefer geworden, ich verstehe das alles nicht, was machen sie dort mit euch auf der Schule?“
„Ich bin im Stimmbruch“, rutschte es mir heraus.
„Unsinn, Kindchen, Frauen bekommen doch keinen Stimmbruch.“
Meine Oma sagte:" –Frauen-"???
Ich dachte nach, ich fühlte mich nicht wie eine Frau, ich fühlte mich wie ein Kämpfer und ich verstand einfach nicht, was sie an meinem Körper auszusetzen hatte.
„Wir trainieren eben“, mehr hatte ich nicht entgegenzusetzen.
Meine Oma machte ein nachdenkliches Gesicht.
„Es macht dir sicher Spaß.“ Damit beendete sie dieses für mich fragwürdige Thema. Ich war froh darüber fieberte ich doch danach mein neuestes Geheimnis in meinen Tresor zu verschließen.
26. November 2010

Eine anrührende Geschichte.

Leider voller Kommafehler und einiger stilistisch ungeschickter Formulierungen und manchem grammatikalischem Patzer, die dann doch die Lesefreude etwas trüben. Aber der Inhalt ist dennoch lesenswert. Und erhellend.

Mit der Aussage

„Marion, du kleiner Pieron.“

... ist natürlich gemeint: "... du kleiner Pierrot!"

Pierrot, le fou - das ist ein kleiner, wilder und verrückter Narr. Auf deutsch, liebe Frau Bifi, würde man vielleicht sagen: "Du kleiner Wildfang" oder so ähnlich.

(Der Antaghar)
26. November 2010

Deusche Sprache, schwere Sprache. Kommas setze ich nach Gefühl, was man auch sieht *panik*
Es sollte einfach eine Omage an meine Oma sein.

Frau Bifi
26. November 2010
Ja....

.... ein kleiner Wildfang bin ich heute noch.
26. November 2010

... Omage an meine Oma ...

Tolles Wortspiel - statt "Hommage an die Oma"! Gefällt mir.

Kleine Anmerkung zum Thema "Komma" anhand eines Satzes, lieber "Wildfang": Lies einfach mal diesen Satz so, wie Du ihn geschrieben hattest, auch ohne Kommata, nämlich

"Ich war froh darüber fieberte ich doch danach mein neuestes Geheimnis in meinen Tresor zu verschließen."

Und jetzt so, wie es richtig und zudem besser wäre:

"Ich war froh darüber, fieberte ich doch danach, mein neuestes Geheimnis in meinem Tresor verschließen zu dürfen."

Das Komma hat schon seinen Sinn ... *g*

Alles Liebe!

(Der Antaghar)

Mehr zu Frau Bifis Oma ... kleine weise Frau


Interessante Gruppen zum Thema

  • BI-Frauen unter sich

    BI-Frauen unter sich

    Leider verbirgt sich hinter vielen "Singlefrauen" doch meist ein Paar! Wer nur die KATZE und nicht den Sack ka
  • Single-Urlaub

    Single-Urlaub

    Alleine urlauben ist out! Für Singles, die sich vor, für, während und nach dem Urlaub daten möchten...
  • Kleine Brüste

    Kleine Brüste

    Dieses ist ein Forum für "Liebhaber/in" von "Kleinen Brüsten".