Ode an die rechte Hand

O rechte Hand! Du warst immer für mich da. Zusammen haben wir die Sexualität erforscht. Das erste Mal war so schön.

16. Mai 2008
Ode an die rechte Hand

O rechte Hand!

Du warst immer für mich da. Zusammen haben wir die Sexualität erforscht. Das erste Mal war so schön. Zusammen wuschen wir meinen Schwanz. Erst langsam, dann immer schneller. Noch schneller. Ich weiß noch wie heute, wie Du Dich verkrampftest, als ich kam.

Und dann immer und immer wieder haben wir es getan.

Bespritzt habe ich Dich.
Beferkelt habe ich Dich.
Gesäubert habe ich Dich.

Was haben wir nicht schon zusammen alles durchgemacht! Was habe ich Dir alles zugemutet!
Ohne Nachzudenken steckte ich Dich mal hier rein, mal dort rein.
Das war bestimmt nicht immer schön für Dich.
Manchmal nur feucht. Manchmal nur schmutzig. Manchmal beides.


Und manchmal war es furztrocken.

Aber das war ja nicht unser Problem.
Nie hast Du Dich beschwert, beklagt, gejammert. Die Frauen kamen und gingen. Aber Du warst mir immer treu. Immer an meiner rechten Seite. Warst mir Begleiter in der Einsamkeit und Helfer in der Not, Partner in der Freude.

Nie habe ich gefragt, ob es Dir gefällt. Dich und Deine 5 Finger. Dieses elegante Zusammenspiel, wenn wir den Rücken einer Partnerin mal zart gestreichelt und mal übel zerkratzt haben.
Was hatten wir für einen Spaß!
Du führtest mir die Zigarette danach in den Mund, wir tranken zusammen.
Du zeigtest mir, dass man mit dem Zeigefinger nicht nur im Straßenverkehr was anfangen kann.
Wir erforschten die weibliche Anatomie. Fanden den Knopf. Wühlten, zerrissen, drangen tief ein. Und lernten uns besser kennen.

Aber wie oft habe ich Dich mit Nichtachtung gestraft!

Wenn ich nicht Dich benutzte, sondern den Rohrstock, die Peitsche, das Messer und noch so viele andere Dinge, die an Deine Stelle traten. Dich ersetzen sollten, aber nie konnten.
Eifersüchtig warst Du nie. Weil Du deinen Wert kennst.

Weh getan habe ich Dir. O so weh getan!

Wenn wir die dicken, dünnen, knochigen, saftigen, fetten Hintern verdroschen, geschlagen, gequält haben. Wenn wir Backpfeifen austeilten, waren wir Eins. Es ging Dir nicht immer gut danach.

Nein, es ging Dir nicht gut.
Gelitten hast Du.
Die Knöchel taten Dir weh.

Aber immer hast Du weiter gemacht. Ohne zu murren.

Ach, rechte Hand! O rechte Hand!
Wenn ich Dich nicht hätte!


Dann, ja dann müsste ich mir jetzt mit links einen Runterholen.

16. Mai 2008

Herrlich! Mehr fällt mir dazu nicht ein.
16. Mai 2008

*haumichwech*

Was für ein gelungener Einstand - und schon hast du mir bewiesen, dass sich dein Humor auch in deinen Texten wiederfindet. Das verdient eindeutig eine Einstands-Feder - die hiesige Auszeichnung *zwinker*

lg
Angelika
16. Mai 2008
Gerührt …

Meine Damen und Herren,

liebe Jury,

ich danke Ihnen für diese Auszeichnung, auf die ich unbewusst mein ganzes Leben drauf hingearbeitet habe. Auch danke ich meinem Papa und meiner Mama ohne die ich sowieso keine rechte Hand hätte.

Sie sehen mich hier vor Ihnen stehen – und wir reden hier nicht von meinem Penis – in tiefer Demut. Diese Feder ist mir Beweis genug, dass ich weitermachen muss. Also nicht mit der Onanie, davon bekommt man nachweislich krumme Finger, was das Tippen unverhältnismäßig erschwert.

Danke.
Danke.
Danke.

Abgang. Tränen in den Augen und beim Wegwischen die Feder in die Pupille jagend
16. Mai 2008

autsch na du bist ja schmerzgeil *zwinker*
16. Mai 2008
schmerzgeil

Aber nein! Bin ich nicht! Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin weit entfernt davon, masochistisch zu sein. Da schüttelt es mich.

Ich teile lieber liebevoll aus – wenn‘s gefällt.
16. Mai 2008

naja aber Federn ins Auge? Das ist schon ne herbe Praktik *ggg*
16. Mai 2008
Feder

Das war ein Unfall.

Ich bin ungeschickt.
16. Mai 2008

Aua dann willl ich aber nie deine Subi sein. *lacht*
16. Mai 2008
Subbi

Das höre ich ständig.
Aber dafür gibt’s ja Knebel.
16. Mai 2008
lol

Ja stimmt. musst du nur aupassen, dass die Subbi keinen Schnupfen hat, sonst ist ja alles vorbei.
16. Mai 2008
Lass Dich nicht stören!

Aber wenn Du mit Links arbeitest, dann kann ich Dir ja meine Rechte reichen und Dir gratulieren.

Wenn das die Ouverture war, dann freue ich mich schon auf den ersten Akt. *zwinker*

Schmunzelnde Grüße
Conny
16. Mai 2008
Schnupfen

Ja stimmt. musst du nur aupassen, dass die Subbi keinen Schnupfen hat, sonst ist ja alles vorbei.

Ich steck den Knebel ja nicht in die Nase.

Husten wäre doof.
16. Mai 2008
Ouverture

Wenn das die Ouverture war, dann freue ich mich schon auf den ersten Akt.

In meinem Zeugnis nach Abgang aus dieser Gruppe wird stehen:

Hat sich stets bemüht …
16. Mai 2008

ähm das hast du jetzt falsch verstanden *lach*

Ich meinte natürlich wenn die Nase dicht ist, dann ist Knebel im Mund nicht wirklich risikoarm. *lach* oder wo steckst du den hin?

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